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Presseartikel vom 19.08.2014

Quadrocopter kreist über Markdorf

Für Fotoaufnahmen aus der Luft greift Klaus Faaber zu moderner Technik

Klaus Faaber (rechts) und seine Assistentin Roxana Bucur (zweite von links) arbeiten mit Ulrich Müller (links) und seinem Kollegen Markus Marquardt zusammen              (Bild: Oliver Linsenmaier) Markdorf / sz Unbekannte Flugobjekte am Himmel über Markdorf. Das könnte man seit geraumer Zeit jedenfalls meinen, wenn man sich nicht mit den aktuellen Entwicklungen in der Multicopter-Szene auskennt. Gemeint sind dabei kleine, unbemannte und ferngesteuerte Fluggeräte. Umgangssprachlich als Drohnen bekannt, wird ihnen der negativ behaftete Begriff nicht gerecht. “Da wehre ich mich ein bisschen dagegen, schließlich wollen wir mit unseren Coptern helfen und haben nichts mit den Kriegsdrohnen zu tun”, sagt Ulrich Müller, der Multicopter in seiner Firma “UMCD-Fluggeräte” in Spaichingen entwickelt. Zusammen mit seinem ehemaligen Studienkollegen Klaus Faaber steht er vor den Toren Markdorfs auf einem Feldweg und führt den “Angel 003 - X8 - Mark I - Octocopter” vor. Mit 22,5 Kilogramm Gewicht und einem Durchmesser von 1,48 Meter ist seine neuste Erfindung schon etwas größer geraten. Diese nutzt Fotograf Faaber für ganz besondere Luftaufnahmen. “Sie dürfen mit dem Flugzeug nicht in 100 Meter Höhe, aber von dort aus können sie die besten Bilder machen”, sagt Faaber, der eine Spiegelreflexkamera am Octocopter anbringen kann. Im Gegensatz zu seinem kleinen viermotorigen Quadrocopter, der mit einer kleinen Actionkamera versehen ist, entstehen so viel spektakulärere Bilder. Der Vorteil zu Kameraballons sei die Stabilität. Doch verlagert sich Faaber nicht nur auf den Quadrocopter, er erweitert einfach sein Angebot. “Mit diesen drei Arten, decken wir nun einfach alles ab. Bei Festen darf beispielsweise nur der Ballon eingesetzt werden”, erklärt der Fotograf. Die ursprüngliche Idee stammt dabei von Müller, der hauptberuflich als Pilot arbeitet. Im Zuge dessen kam er zum Modellflug und den Multicoptern, die er für sinnvolle Zwecke einsetzen und Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste bei ihrer Arbeit unterstützen will. “Von Medikamentenlieferungen in ein eingeschlossenes, verschneites Dorf bis hin zur Suche von Vermissten mit Wärmebildkameras. Eben dann, wenn ein normaler Helikopter nicht mehr fliegen kann”, erläutert Müller das breite Spektrum der möglichen Verwendung. Auch bei Fußballspielen, Viehzählungen oder zur Überprüfung von Solarpanels könne das Fluggerät eingesetzt werden.

Elektrik und Stromversorgung als Probleme

Auf diesem Weg ist der jetzige Octocopter allerdings nur ein Zwischenschritt. Ein 65 Kilogramm schwerer Copter schwebt Müller für die richtigen Rettungseinsätze vor. Größte Schwierigkeit ist dabei die empfindliche Elektrik bei schlechtem Wetter: “Multicopter sind Schönwetterflieger”, weiß der Pilot. Auch die längerfristige Stromversorgung sei ein Problem. Momentan beträgt die Flugzeit etwa 15 Minuten. Daran muss er arbeiten, hat bereits eine Lösung im Kopf, die er aber nicht verraten kann. “Da können wir nicht drüber sprechen, ansonsten haben es die Chinesen innerhalb einer Woche kopiert”, deutet er die große Konkurrenz an, die aus den USA und China kommt. Seinen “Angel 003 - X8 - Mark I - Octocopter” kann man bereits kaufen - etwa 12.000 € günstiger als bei der Konkurrenz. Rund 25.000 Euro soll das Fluggerät kosten, sei aber kein Gerät für Hobbyflieger. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Leute mit Quadrocoptern unterwegs seien, müsse man passende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Müller fordert deswegen die Einführung von Flugscheinen für die kleinen Copter. “Die Sicherheit steht über allem. Solch ein Gerät birgt auch Risiken. Das möchte ich nicht gegen die Windschutzscheibe bekommen”, sagt Müller. Mehr Informationen zu den Multicoptern von Ulrich Müller unter www.umcd-fluggeraete.de

Lokales 19.08.2014

Oliver Linsenmaier

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